Homöopathie

Homöopathie, Phytotherapie, Vitamintherapie

Homöopathie ist die beliebteste der alternativen Heilmethoden. Etwa 20% der Deutschen lassen sich begleitend auch homöopathisch behandeln, Tendenz steigend.

Die Grundlage der Homöopathie ist von Samuel Hahnemann im Jahre 1790 entdeckt und sie postulierte Ähnlichkeitsgesetz: similia similibus curentur – Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden.

Es bedeutet, dass der Arzt ein homöopathisches Arzneimittel auswählt, dessen Arzneimittelbild dem Krankheitszustand des Patienten möglichst ähnlich ist. Die in den homöopathischen Präparaten potenzierten (verschüttelten) Wirkstoffe enthalten die Information der Symptome, die am Gesunden durch die Ursubstanz des Präparates hervorgerufen werden. Am einfachsten kann man sich das am Beispiel der Küchenzwiebel erklären: Wenn Sie diese schneiden, entwickeln Sie Symptome wie Augenbrennen und Nasenlaufen. In der Homöopathie wird die Küchenzwiebel nun in potenzierter Form als allium cepa gegen Erkältungskrankheiten mit genau diesen Symptomen eingesetzt. Hierbei gibt das homöopathische Präparat dem Körper die Information zur Selbstheilung.

Die Homöopathie ist eine Erfahrungsmedizin. Hahnemann, seine Schüler und Nachfolger, haben mehrere tausend Arzneimittel aus dem Pflanzen, Tier- und Mineralienreich erforscht, indem sie auf bekannte pharmakologische Wirkung zurückgriffen, die Wirkung der Arzneien an Gesunden erforschten und nach exakten Vorschriften Erfahrungen in der Behandlung Kranker samelten.

Der bekannte Atomphysiker Carl Friedrich von Weizsäcker vermutete schon vor über 20 Jahren, dass sich Homöopathie quantentheoretisch erklären lässt.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, homöopathisch zu arbeiten.

1) indikations- oder krankheitsbezogen – dazu sucht der Arzt das für die aktuelle Krankheit des Patienten passende homöopathische Arzneimittel aus.

2) personenbezogene, konstitutionelle (klassisch) Methode – der Arzt wählt das Arzneimittel nicht nur auf den Akutzustand des Patienten aus, sondern berücksichtigt auch die gesamte Vorgeschichte, eine Häufung familiärer Erkrankungen , Neigungen und Bedürfnisse wie Essens-, Trink- und Schlafgewohnheiten sowie wieder kehrende Träume, Ängste, Gewohnheiten und Lebensumstände. Dieses Vorgehen empfiehlt sich bei allen hormonell bedingten Beschwerden und chronischen Erkrankungen wie Endometriose, rezidivierenden Infekten und auch bei unerfülltem Kinderwunsch. Ein solches Gespräch zum Erfassen alle Symptome heißt homöopathische Erstanamnese. Der Arzt versucht aus allen Symptomen ein Bild von der Patientin zu machen und sucht aus nahezu 3.000 homöopathischen Arzneimitteln eines aus, das diesem Bild möglichst ähnlich ist.

Beispiele in der Frauenheilkunde:

A) Klimakterische Beschwerden

Cimicifuga D12  Hitzewallungen, Kreislaufbeschwerden, Stimmungslabilität, wirkt ausgleichend für Tag-Nacht-Rhythmus, Depression, innere Unruhe Fördert das ganzheitliche Wohlbefinden
Sepia D12 i.v., D6-D12  Seelische Beschwerden, Reizbarkeit, launenhaft, Erschöpfung im Klimax, keine Familieninteresse, Gleichgültigkeit, Pigmentflecken-Nase, Migräne u. Hepato- u. Cholezystopathie, Obstipation, Hämorrhoiden. Harmonisierung der Empfindungsorganisation
Sanguinaria  Gesichtsrötung, Brennendes Hitzegefühl, rechtseitige Migräne, neuralgisch- arthralgische Beschwerden, Herzsensationen
Lachesis D12 -2x5Glob.  Erregung, Argwohnheit, Eifersucht, Schweißausbruche, innere Hitze, Herzbeschwerden, Kragen immer offen, Kleidung offen, braucht Luft, Unverträglichkeit von Wärme. Trotz Kühle nackte Füsse
Pulsatilla D12
-2x5Glob. / 2x3Wochen
Ängstlich, weinerlich, Stimmungsbesserung auf Zuspruch, friert seit Menopause – immer Schal, keine stickig-warme ZimmerluftSchleimhautkatarrh, venöse Belastung, Periodenblutung ist unregelmäßig und in der Stärke wechselnd, Dysmenorrhoe, kleinste Kleinigkeit verursacht Weinen

B) Prämenstruelles Syndrom, Brustschmerzen

Agnus castus D4

 PMS, Brustschmerzen, Hautprobleme, Herpes labialis

Chamomilla (echte Kamille) D12 2x5Globuli von 6-28ZT über 2 Zyklen

 Depressiv, gereizt, ärgerlich, Unruhe, Perioden unerträglich, niemand kann mir recht machen.

Cyclamen D6 (Alpenweilchen) 3xtgl. 5Glob. (Pause während der Blutung) über 3 Zyklen

PMS-Verschlimmerung kurz vor Blutung, starke Migräne, Stimmung im Eimer

vor Periode melancholisch, weinerliche Stimmung, Pat. ausgelaugt, erschöpft, Schlaflosigkeit.

Brustschmerzen, Migräne, Schwindel, Sehstörung