Länger stillen schont Gesundheit und Geldbeutel

Mutter beim stillenDie Nationale Stillkommission hat eine neue Stillempfehlung herausgegeben, denn: in Deutschland wird zu kurz gestillt. Dabei ist Muttermilch nicht nur für Babys gesund. Sie schützt Frauen vor Krebs und spart jungen Familien jede Menge Geld.

„Wir Ärzte müssen uns fra­gen, ob wir die Frauen aus­reichend aufklären“, so Louwen. Muttermilch sei eine wichtige gesundheits­fördernde Säuglingsnah­rung, und das Stillen sen­ke das Risiko der Mütter auf Brust- und Eierstock­krebs. Sollten diese Vortei­le nicht überzeugen; kön­ne man die jungen Frauen durch finanzielle Anreize motivieren, denn: „Wer sechs Monate lang stillt, spart 600 Euro.“  

Dr. med. Michael Scheele, Stillbeauftragter des BVF und der DGGG sowie Mitglied der Nationalen Stillkommission empfiehlt, Kinder wenn möglich sechs Monate voll zu stillen. Die­se Richtzahl entspricht der neuesten offiziellen Still­empfehlung. Die Stillbereitschaft junger Mütter ist zunächst groß, dann aber stark nachlassend. Zwar beginnen auf der Entbindungsstation rund 91 % der Frauen mit dem Stillen.

Kaum aber sind sie entlassen, stillen nur noch 60 %, und nach vier Mo­naten sogar nur noch knapp 33 %. Häufige Ur­sachen für frühes Abstillen sind Schmerzen, wunde Brustwarzen, Milchstau und Brustentzündungen bei der Mutter oder Trink­schwierigkeiten beim Kind.