Krankheiten und Beschwerden

Krankheiten und Beschwerden

Husten, Schnupfen, Heiserkeit:
Grundsätzlich ist es bei Infektionen des Nasen-Rachenraumes wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Bei Husten kann man nach der 12. SSW auch codeinhaltige Medikamente einnehmen, doch sollte stets noch einmal nachgefragt werden. Gleiches gilt für pflanzliche Hustensäfte oder das Inhalieren von Emsersalz. Menthol- oder Eukalyptus-Bonbons kann man auch während der Schwangerschaft in den üblichen Mengen lutschen.

Halsschmerzen:
Es gibt Lutschtabletten, die durchaus in der Schwangerschaft eingenommen werden können. Auch hier empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Arzt.

Fieber und Schmerzen:
Wichtig ist es, das Bett zu hüten. Feuchtkalte Wadenwickel senken das Fieber. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten, zudem kann sich die Einnahme von Vitamin C günstig auf das Befinden auswirken. Bei länger bestehendem oder sehr hohem Fieber sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Gegen Schmerzen helfen in manchen Fällen Entspannungsbäder oder Massagen. Auch Paracetamol darf bei nicht vorhandener Allergie zur Fiebersenkung bzw. Schmerzlinderung eingenommen werden.

Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen:
Beim Erbrechen in der Schwangerschaft sollte man viele kleine Mahlzeiten – die erste am besten noch morgens im Bett – zu sich zu nehmen. In manchen Fällen sind Medikamente gegen Übelkeit erlaubt, was aber wiederum mit dem Arzt abgeklärt gehört. Bei starken Erbrechen gute Ergebnisse werden von Infusionen und Akupunktur erreicht.

Durchfall:
In erster Linie wird anhaltender Durchfall mit Kohle behandelt, wobei mögliche Ursachen eruiert werden sollten. So kann etwa eine Magnesiumtherapie zu Durchfällen führen. Bei länger andauernden massiven Problemen ist auch eine medikamentöse Behandlung möglich.

Rückenschmerzen:
Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft kommt es des Öfteren zu Rückenschmerzen. Dem kann man entgegenwirken, indem häufiger ein Positionswechsel – z. B. vom Sitzen zum Liegen – vollzogen wird. Auch vorbeugende Gymnastik kann diesbezüglich hilfreich sein. Auch mit warmen Bädern lässt sich eine Muskelentspannung erzielen. Lokal sind Massagen mit Franzbranntwein erlaubt. In manchen Fällen ist der Einsatz von Medikamenten allerdings unerlässlich:
Hier sind Risiko und Nutzen der Medikamente immer genau abzuwägen.

Herpesbläschen: Hier ist mitunter Zinksulfat-Gel hilfreich.

Schwangerschaftsstreifen:
Nicht jede Frau bekommt diese berühmt berüchtigten Andenken an die Schwangerschaft. Deren Ausbildung hängt von der individuellen Veranlagung und der Hautbeschaffenheit ab. Cremen und Massieren kann dem Einreißen der unteren Hautschichten ein wenig vorbeugen. Es ist jedenfalls nicht nötig, allzu kostspielige Cremes zu verwenden. Einfache Lotionen, Weizenkeimöl oder Babyöle reichen aus. Vielmehr kommt es dagegen auf die Regelmäßigkeit des Eincremens an.