Krebsursachen

eine Reihe von Faktoren können zur Krebsentstehung beitragen
  • genetische Faktoren: positives Gen BRCA 1, BRCA 2 (in >80%der Patienten entwickelt sich Brust-Krebs), Darm-Krebs
  • Viren: HPV (Gebärmutterhalskrebs), Retroviren (Leukämie)
  • Bakterien: Helicobacter pylori (Magen-Krebs)
  • ionisierende Strahlung, Röntgen-Untersuchung, Bestrahlung nach Krebs
  • Nikotin, Chemikalien
  • Beeinträchtigungen des Immunsystems
  • falsche Ernährung und Lebensweise
  • Umwelteinflüsse

Immunsystem

Das Immunsystem erkennt offenbar einige, aber keineswegs alle Formen bösartiger Zellen und regt im Fall einer Immunreaktion zum Zweck der Zerstörung von Krebszellen die Bildung von Fresszellen an. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung von Krebs kann eine Krankheit oder andere Schädigung sein, die zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems führt. Eine Immunsystemstörung kann beispielsweise infolge von AIDS, vererbten Immunschwäche -Krankheiten, der Verabreichung so genannter Immunsuppressiva (das Immunsystem schwächender Mittel) nach Herz- Nierentransplantation oder beim Stress auftreten.
Auch an der Entstehung chronischer Erkrankungen hat das Immunsystem seinen Anteil, z.B.:insulinpflichtigen Diabetes, Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, bestimmte Rheumaformen und natürlich Krebs.

Umwelteinflüsse

Man schätzt, dass etwa 80 Prozent aller Krebserkrankungen durch Umwelteinflüsse verursacht werden. Die am besten erforschte umweltbedingte Ursache ist aktiv oder passiv eingeatmeter Tabakrauch, der für ungefähr 30 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich ist.

Man schätzt, dass etwa 80 Prozent aller Krebserkrankungen durch Umwelteinflüsse verursacht werden. Die am besten erforschte umweltbedingte Ursache ist aktiv oder passiv eingeatmeter Tabakrauch, der für ungefähr 30 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich ist. Ernährungsbedingte Ursachen sind möglicherweise für etwa 40 Prozent verantwortlich, doch der ursächliche Zusammenhang ist hier nicht so deutlich, und die verantwortlichen Nahrungsbestandteile sind nicht genau bestimmt. Fettleibigkeit ist ein Risikofaktor für eine Reihe von Krebserkrankungen, besonders für Brust-, Dickdarm-, Gebärmutter- und Prostatakrebs. Fettreiche und ballaststoffarme Ernährung wird mit der hohen Häufigkeit von Dickdarmkrebs in Zusammenhang gebracht. Fettreiche Ernährung und Fettleibigkeit wirken offenbar wie Alkohol krebsfördernd.

Krebs steht als Todesursache bei Erwachsenen in der westlichen Welt an zweiter Stelle, im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wird Krebs voraussichtlich zur Haupttodesursache werden. Bei Kindern im Alter zwischen 1 und 14 Jahren ist Krebs heute bereits die Todesursache Nummer eins. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2000 erkranken weltweit jährlich etwa neun Millionen Menschen an Krebs und fünf Millionen sterben daran. In Deutschland gibt es jährlich 350 000 Neuerkrankungen, rund 10 Prozent mehr Frauen als Männer sind betroffen.
Die Krebshäufigkeit schwankt stark je nach geographischem Gebiet. Die Sterberate aufgrund von Krebs beträgt in Luxemburg bei Männern 310,9 pro 100 000 Einwohner (höchste Rate) im Vergleich zu 37,5 in El Salvador (niedrigste Rate). Studien an Untersuchungsgruppen, die von einer geographischen Gegend in eine andere umgezogen sind, legen den Schluss nahe, dass derartige Unterschiede eher auf verschiedene Lebensweisen zurückzuführen sind als auf ethnische Unterschiede. Dies wird auch durch die Beobachtung bestätigt, dass die meisten Krebserkrankungen vornehmlich umweltbedingt und nicht so sehr erblich bedingt sind. Allerdings wirken beide Faktoren zusammen.

Risikofaktoren für Brustkrebs

  • ŸKrebs der Mutter / Schwester
    eine Person x 3
    zwei Personen x 9
  • ŸSchwangerschaft vor 35 Lebensjahr, keine Kinder x 3
  • Menarche vor 12 Lebensjahr, Späte Menopause x 2
  • ŸDysplasie x 5
  • Bestrahlung > 90cGy x 5
  • ŸFrüher Darmkrebs, Gebärmutterkrebs x 3
  • ŸFrüher Brustkrebs, starke Mastopathie Grad III x 5
  • ŸVererbung (BRCA 1, BRCA 2 >80%CA)
  • ŸÜbergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Immunschwäche bei Thymusatrophie, nach Chemotherapie, nach Transplantationen, Androgenmangel, Gestagenmangel, Östrogenstörung, Hepatitis B/C, Alkoholismus, manche Medikamente
  • ŸNicht bewältigter Stress

Brustkrebsrisiken einschätzen – von 1.000 Frauen erkranken zusätzlich an Brustkrebs durch:

Starkes Übergewicht 45
Alkohol (zwei Drinks und mehr pro Tag) 27
Zu wenig Bewegung (weniger als 4 Stunden pro Woche) 27
Rauchen 24
10 Jahre Hormontherapie 6
5 Jahre Hormontherapie 2