Darm-krebs

Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird!

Darmkrebs vermeiden durch bewusste Ernährung

Essen Sie täglich Obst und Gemüse. Falls damit noch kein täglicher Stuhlgang erreicht werden kann, nehmen Sie täglich zwei Esslöffel Kleie, dazu etwas Milch, und trinken Sie reichlich, bis sich wieder ein täglicher Stuhlgang ergibt.

Verbessertes Aufspüren des Frühsymptoms „Blut im Stuhl“ durch einen Immunologischen Stuhltest ist durch klinische Studien nachgewiesen. Im Vergleich zu den üblichen Testverfahren (Guajaktest – sog. Briefchen-Test) ist die Auffindungsrate wesentlich verbessert. Die Testablesung im Labor ist eindeutig.

Der Immunologische Test reagiert nur auf menschliches Blut. Deshalb braucht, anders als bisher, keine Diätvorschrift mehr eingehalten werden. Zwei Proben von einem Stuhlgang genügen für den Test.

Probenröhrchen hält unsere Praxis vorrätig. Bis zur Rückgabe sollten die Proben­röhrchen gut gekühlt, oder besser noch tiefgekühlt gelagert werden.

Früherkennung

Fatalismus nach Art der Aussage: „Ich will gar nicht wissen, wenn ich Krebs habe. Man kann dann ja doch nichts machen.“, ist immer noch weit verbreitet und die Vorsorgemöglichkeiten werden sehr wenig genutzt. Dabei sind die Heilungschancen bei der Früherkennung des Darmkrebses besonders günstig.

Entstehung

Die eigentliche Entstehung des Dickdarmkrebses ist weitgehend ungeklärt. Neben erblicher Veranlagung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Es hat sich gezeigt, dass in Ländern mit stark fetthaltiger Ernährung eine enge Beziehung zu dem Darmkrebsrisiko besteht. Andererseits scheint ein hoher Verbrauch an Getreide­fasern, speziell aus Vollkornprodukten, zu einer Ver­minderung des Krebsrisikos zu führen.

Häufigkeit.

Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Zahl der Krebssterbefälle insgesamt deutlich erhöht. Jährlich sterben an Darmkrebs ca. 30.000 Menschen in Deutschland; davon etwas mehr Frauen als Männer. Bereits bei jüngeren Menschen gibt es eine nicht zu unterschätzende Zahl an Darmkrebserkrankungen.

Verlaufsformen

Es ist schwierig, über die Zeitspanne zwischen der Entstehung der ersten Krebszellen und dem fest­stellbaren Ausbruch der Krankheit exakte Angaben zu machen. Deshalb ist die Aussage:

„Mir fehlt nichts, ich fühle mich gesund“, in Bezug auf das Darmkrebsrisiko leider nicht zuverlässig.

Echte Beschwerden wie starker Gewichtsverlust, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und unklare Oberbauchbeschwerden sind häufig Spät­symptome eines fortgeschrittenen Karzinoms, das dann nur noch schwer therapierbar ist. Ein relativ zuverlässiges Zeichen für Darmkrebs und seine Vorstufen ist die Absonderung von Blut im Stuhl. Das sichtbare Blut im Stuhl kann dabei harmlos sein, kann aber auch ein ernstzunehmendes Warnsymptom für Dickdarmkrebs oder seine Vorstufe sein.

Dies lässt sich nur durch eine Untersuchung bei Ihrem Arzt feststellen.

Häufig sondert der Körper über lange Zeitspannen auch winzige, mit bloßem Auge nicht sichtbare Blutmengen in den Stuhl ab. Sie kann man mit speziellen chemischen Nachweistests aufspüren. Darum werden diese Tests auch in der Krebsvorsorge­untersuchung seit vielen Jahren verwendet.

Heilungschancen

Sowohl das Karzinom als auch die Vorstufen beginnen ihr Wachstum in der Schleimhaut des Darmes. Das Karzinom ist zu Beginn auf die Schleimhaut begrenzt, wächst jedoch im Laufe der Zeit in die Darmwand hinein und befällt die Lymphknoten. Im Endstadium können Krebszellen dann über den ganzen Körper verteilt werden. Selbst im Falle eines bösartigen Tumors im Frühstadium, bei dem der Krebs noch auf die Darmwand beschränkt ist, eröffnet die Früherkennung in fast allen Fällen die Chance zur vollständigen Heilung. Auch wenn der Krebs bereits in die Darmwand eingedrungen, aber noch lokal begrenzt ist, besteht eine 70%-ige Heilungschance. Stellt sich als Ursache des positiven Tests ein gutartiger Polyp heraus, so kann dieser direkt während einer Darmspiegelung entfernt werden. Somit stellen Früherkennung und Entfernung eines Polypen einen effektiven Weg der Krebsprophylaxe dar.

Diagnostische Methoden

Am Anfang des diagnostischen Vorgehens bei symptomlosen, also beschwerdefreien Patienten, steht die Suche nach Blut im Stuhl. Ein Schwerpunkt der Diagnostik sind heute insbesondere endoskopische Verfahren. Diese Untersuchungsmethode ist in aller Regel schmerzlos und erfordert keine Narkose. Der Darm wird vollständig überblickt und jede krankhafte Veränderung kann erkannt werden. Zugleich besteht die Möglichkeit, vorhandene Polypen sofort zu entfernen und zu therapieren.